Donnerstag, 29. März 2012

25.03.2012 – Tokyo Metropolitan Government Office / Osaka!!





Bild 1 : Dotonbori
Bild 2 : Unser Zimmer! <3
Bild 3 : das Government Building in Tokyo von Aussen
Bild 4 : Frozen Yogurth <3

Zuerst machten wir uns am Morgen auf nach Shinjuku, um noch einen weiteren Ort abzuklappern, den Brook gerne sehen würde: Tokyo Metropolitan Government Office.
Das sind zwei riesige Twin-Towers, die 48 Stockwerke haben und eine gute Aussichtsplatform hat. Wir deponierten unser Gepäck in einem Fach und machten uns auf den Weg. Zum Glück hatten wir genug Zeit berechnet, da wir sonst bestimmt zu spät gekommen wären für unser Shinkansen nach Osaka.
Der Eintritt zum Gebäude ist gratis und bietet wirklich eine super Aussicht über Tokyo! Leider war es etwas bewölkt, sodass wir keinen Blick auf Fujisan erhaschen konnten.
Danach schnappten wir unser Gepäck und gingen mal nach Tokyo-Station um dort den Eingang zu den Shinkansen zu suchen. Dies war zum Glück einfacher, als wir dachten und wir hatten noch genügend Zeit um uns ein Bento und sonstige Verpflegung zu kaufen.
Der Zug fuhr extrem pünklich um 14:00 ab.
Reisen mit einem Shinkansen ist extrem bequem...hätte man nicht einen riesigen Koffer bei sich, oder eine doofe Person vor sich sitzen. Da unsere Koffer so gross sind, mussten wir unsere vor uns hin stellen. Das ist nicht so ein Problem, da man wirklich extrem viel Beinfreiheiten hat in diesem Zug. Aber die Person vor mir, fand es natürlich eine tolle Idee ihren Stuhl ganz nach hinten klappen zu lassen, wodurch meine Beine die ganze Fahrt über eingequetscht waren.
Als wir langsam aus Tokyo rausfuhren und es langsam wieder Bäume und Wasser zu sehen gab, merkte ich wie lange ich nun schon wieder in Tokyo bin. Mal wieder etwas Natur zu sehen tut wirklich gut!
Nach Kyoto hatte ich endlich Beinfreiheit für ganze tolle 15 Minuten. Ich genoss jede einzelne davon!
Als wir in Shin-Osaka ankamen, ging es mal darum irgendwie zu unser Station zu kommen...das sagt sich einfacher, als es wirklich ist. Nachdem wir ein wenig herum geirrt waren, fuhren wir mal bis nach Osaka. Von dort war es dann nicht mehr so eine Kunst nach Shin-Imamiya zu kommen. Wir dachten, dass wir schwarz fuhren, und wollten nach bezahlen. Umso erstaunter waren wir, als wir erfuhren, dass mit dem Shinkansen Ticket man eine Strecke fahren kann. Wie praktisch.
Das Hotel zu finden war zum Glück extrem einfach! Von der Station nur 4 Minuten zu Fuss.
Der Rezeptionist schien erleichtert, als er merkte dass ich Japanisch spreche und das Zimmer zu beziehen ging extrem schnell.
Unser Zimmer ist ein kleines Zimmer in japanischem Style. Kleiner Fernseher, kleiner Kühlschrank, ein Tisch und 2 Futon. Wir befinden uns auf einem Frauen-Stock und die Toiletten sind geteilt. Ganz wie zu Hause.
Es gibt 2 Duschen, die man 24 Stunden am Tag benutzen kann für das ganze Hotel und ein öffentliches Bad. Was wir benutzen werden, wissen wir noch nicht.
Nachdem wir uns etwas umsahen machten wir uns auf nach Dotonbori, welches ein Grossteil Nachtlebens von Osaka ausmacht. Meine Güte waren das viele Läden! Wir liefen für gut 3 Stunden herum und sahen uns etwas um. An einem Ort stolperten wir über einen Frozen Yogurth Laden. Der Laden war ähnlich, wie der Frozen Yogurth Laden in London, der mich und Brook bald schon als Stammgast hatte. Man kann seinen Yogurth selber zusammen stellen und zahlt dann das Gewicht. Hmm so lecker! So viele verschiedene Geschäcker!
Danach liefen wir noch etwas weiter und besuchten mal einen Disney Store...meine Güte...sogar Disney Artikel sind etwa 10 mal süsser in Japan!
Ich hab den Laden nicht verlassen, ohne etwas zu kaufen! *lach*
Danach war schon 9 Uhr und wir machten uns langsam auf den nach Hause weg. Zu Hause prüften wir mal, ob wir in der Lobby Wi-Fi haben. Das funktioniert soweit so gut. Als wir dort wahren, kamen wir plötzlich ins Gespräch mit einer Mexikanerin und einem Taiwanesen. Die Mexikanerin heisst Maria und reisst Morgen bereits wieder ab. Aber das lustige ist: Sie wohnt zur Zeit mit ihrem Freund in Seoul und wir werden sie wohl in einer Woche wieder sehen. So schnell lernt man neue Leute kennen!
So weit kann ich sehen, dass Osaka um einiges anderst ist als Tokyo. Da ich mir die Grösse von Tokyo schon so gewöhnt bin, bin ich immer wieder überrascht wie niedrig die Häuser hier sind und wie breit die Wege. Ich vergleiche die beiden Städte die ganze Zeit und muss etwas Acht geben, damit ich nicht nur negative Seiten entdecke. Mag Tokyo halt schon zu sehr!
Morgen steht shoppen auf dem Plan! Mal schauen, was sich hier so finden lässt! ;)

24.03.2011 – K-POP Good Friens Live Concert



Bild 1 : Der Showscreen vom Konzert
Bild 2 : Roppongi
Am Samstag war Brooks Geburtstag und der war nicht ereignislos.
Am Morgen standen wir früh genug auf, damit ich meine Wäsche waschen konnte.
Danach machten wir uns auf den Weg zu einem K-Pop Konzert, zu dem ich schon vor einem Monat Tickets gekauft hatte.
Insgesamt 4 Bands traten an diesem Nachmittag auf: Block B (auf die ich mich am meisten gefreut hatte), X-5 (die mich extrem begeistert haben), SMASH (die auch einige super Lieder haben) und 2am (die uns unglaublich amüsierten.
Das Konzert fand statt in einer berühmten Sumo-Arena. Deswegen waren auch unsere Sitzplätze unglaublich lustig. Es ist üblich, dass während den Sumo-Wettkämpfe die Zuschauer ihre Bentos essen. Dies ist möglich, da die Sitzplätze grössere Rechtecke sind, in denen 3 Personen sitzen können. Wir kamen also bei unserem Rechteck an, zogen natürlich unsere Schuhe aus und sassen für den Rest des Konzerts im Schneidersitz dar. Das war eine angenehme neue Erfahrung.
Als erstes traten X-5 auf. Eine Band, die es noch nicht so lange gibt, und die daher auch noch nicht wirklich viel Lieder in ihrem Repertoire hat. Aber die Lieder, die sie spielten waren alle super und die Tänze dazu der Hammer.
Dazwischen stellten sie sich mal vor und machten „Kawaii“ und „Sekushi“ Posen.
Das ganze in einem unglaublich koreanischen Akzent. Ich habe mich den ganzen Tag durch herrlich amüsiert ab der Aussprache der Künstler. Und ich habe mit Freude festgestellt, dass ich mehr verstanden habe, als in Paris auf Französisch *lach*
Als nächstes traten Block B auf. Der Auftritt war einwandfrei und hätte ruhig länger sein können. Danach folgte eine Gruppe, die SMASH heisst. Nicht wirklich viel hatte ich im Vorab über die gefunden, umso mehr war jeder Songtrack eine Überraschung.
Zum Schluss kam 2am. Und die waren wohl die amüsanteste Entdeckung des Tages.
Als wir in die Konzerthalle gingen, merkten wir, dass sicher die Hälfte der Zuschauerinnen (hatte sicher nur ca. 5 – 10 % Männer) um die 40 oder älter wahren. Älter bis zu 70 Jahre. Wir staunten nicht schlecht, als wir das bemerkten und fragten uns wieso das wohl so sei...die Antwort dazu ist 2am. Das ist eine Gruppe, die meistens eher Balladen singt und daher wohl bei den älteren Damen sehr geschätzt sind. Es war so lustig mit anzusehen wie plötzlich alle Frauen aufstanden und zu völligen Fangirls mutierten. Auch unsere Sitznachbarin, die bei allen Liedern zuvor völlig uninteressiert aussah, lebte plötzlich auf.
Nach dem Konzert machten wir uns auf nach Roppongi, wo momentan eine One Piece Ausstellung stattfindet...leider waren wirklich alle Tickets schon ausverkauft, wodurch wir halt etwas umplanen mussten. Wir assen einen Crepe und machten uns wieder auf nach Hause, nachdem wir eine Weile in Roppongi herumgeschländert waren. In Kita-Toda gingen wir Chahan essen und machten uns dann auf den Heimweg. Den Rest des Abends verbrachten wir mit planen, packen und Fernsehschauen (Picaru no Teiri!!).
Morgen gehts dann auf nach Osaka!

Desiree und Brooky-cookie sind wieder da!


Bild: Malins Geburtstagskuchen!

Am Montag den 19ten konnte ich Desiree und Brook vom Flughafen abholen!
Schön pünktlich zum Start von unseren Abschlussprüfungen! Demnach wenig Zeit hatte ich in der ersten Woche für Brook. Brook schlief bei mir im Zimmer und Desi quartierte sich vorübergehend mal bei Kazuya im Zimmer ein. Das war um einiges angenehmer auf diese Art und weise!
Am ersten Abend war auch noch gerade Malin's Geburtstag. Dadurch gab es einen Geburtstags-Willkommens Kuchen.
Die ganze Woche durch hatte Brook zum Glück Desi, die sich um sie kümmern könnte.
Am Donnerstag hatte ich meinen Kanji Test und am Freitag Grammatik und Aufsatz. Natürlich vorher noch einige kleinere, aber die waren nicht wirklich das Problem.
Da ich wusste, dass ich am Montag nicht zur Schule gehen werde, da ich dann bereits auf meiner Reise bin, hat mir meine Lehrer bereits nach der Grammatikprüfung die Resultate für meinen Kanji Test und für die kleineren Tests gesagt. Alle ohne Probleme bestanden. Besonders auf die Kanji-Resultate habe ich meinen Stolz. Mit 99% und nur 2 falsch von 150 muss ich wohl ein Chinese oder Japaner in meinem früheren Leben gewesen sein.
Am Abend gingen Desi, Brook und ich in ein Izakaya zusammen mit Nico und zwei weiteren aus meiner Klasse und einer aus dem zweiten Level. Während wir dort assen und uns unterhielten bekam ich eine Mail von meiner Lehrerin, in der sie mir meine Grammatik Resultate mitteilte. Mit 91% definitiv bestanden! So lässt sichs ohne schlechtes Gewissen in die Ferien gehen!

02.03.2012 - Safety Education Centre


Gestern machten wir einen Ausflug der anderen Klasse.
In Malin and Elin's Klasse hatte jemand die Idee, in eine Art Centre zu gehen, wo man instruiert wird, was man zu tun hat bei Erdbeben. Das Ganze klang ziemlich gut, also schloss ich mich gerne an. Es waren also 12 Personen aus dem Level eins, Alexandra aus Level zwei und ich aus Level drei.
Wir wussten wir würden eine Führung bekommen und es war empfohlen, dass man eine Japanisch sprechende Person mitnehmen würde. Wir versuchten es ohne! XD
Als wir nach einigem Suchen das Gebäude gefunden hatten wurden wir zuerst in einen Raum geführt, wo man uns einen zirka 10 Minütigen Film zeigte. Der Film handelte von einem schweren Erdbeben, dass in Tokyo eintreffen kann. Ein Beben von Stärke 7 wird zur Zeit in Tokyo erwartet. Der Film zeigte eine Familie, und wie sie während des Erdbeben korrekt verhielten. Das Beben hatte ebenfalls einen Tsunami als Nebeneffekt, was Personen oft vergessen und unterschätzen.
Nach dem Film bekamen wir unseren persönlichen Führer. Der Arme war eindeutig überfordert, dass wir keine japanische Person mitbrachten aber fügte sich seinem Schicksal. Er erklärte alles in sehr einfachem Japanisch und benutzte von Zeit zu Zeit wahllos englische Wörter.
Als erstes wurden wir instruiert, was zu tun ist, wenn ein Feuer ausbricht: Personen in der Umgebung warnen und den Feuerlöscher benutzen. Wir konnten sogar einen Feuerlöscher ausprobieren, der jedoch nur mit Wasser gefüllt ist. Dennoch ist es doch mal gut, das zu wissen.
Danach kamen wir in einen Raum, wo man uns grob erste Hilfe bei brachte. Herzmassage und Mund zu Mund und was zu tun ist mit einem elektro-Schockgerät.
Das ganze war unsagbar lustig, weil unser Führer die Puppe Lady Gaga nannte. Besonders super war der Moment, als er die Elektroden anbrachte und meinte: Heute ist mein Glückstag, ich kann Lady Gaga ausziehen.
Nach dieser Übung wurden wir zu einem Raum geführt, der mit Rauch gefüllt war, so dass man beim eigenen Leibe erfahren kann, wie es ist, wenn das ganze Gebäude mit Rauch gefüllt ist, und wie man sich zu verhalten hat.
Wäre das richtiger Rauch gewesen, wäre ich wohl gestorben *lach*
Man darf nicht über einem Meter aufstehen, jedoch nahm ich eine falsche Türe und richtete mich auf, um zu sehen wo ich bin...tja xD
Danach zeige er uns zwei Filme, die zeigen, was zu tun ist bei einer Tsunami-Warnung und wie man sich verhalten muss.
Nach diesen Filmen kamen wir zum Erdbeben-Simulator. Der wohl eindrücklichste Teil des ganzen Nachmittags. Wir wurden in kleineren Grüppchen auf eine Art Plattform gebracht, die wie ein Esszimmer ausgestattet war. Mit Tisch und Schränken.
Das Erdbeben von einer Stärke von sieben war definitiv erschreckend. Aber wir wissen nun auf jeden Fall was zu tun ist, falls es zu so einem Beben kommen würde.
Nach diesem Teil war die Führung auch schon wieder zu Ende und wir machten uns wieder auf den Weg nach Hause!

Freitag, 2. März 2012

26.02.2012 - Cooking Party




Bild 1 : Die ganze Gruppe
Bild 2 : Yay ^^
Bild 3 : Sogar mit dem Titel gaben sie sich alle Mühe.

Unsere Schule erzählt uns zum Glück immer, wenn irgend etwas spannendes stattfindet. Dieses mal war es eine Cooking Party, bei der sich Ausländer mit Japanern trafen und zusammen kochten und sich unterhielten.
Ich, sowie Malin und Elin meldeten sich für den Event an und wir bereuen keine Sekunde davon!
Als wir ankamen, sahen wir rasch, dass das Verhältniss Ausländer/Japaner super ausgeglichen war. Jeder wurde einer Gruppe zugeteilt. In meiner Gruppe war ein Tailänder und ein Spanier und 3 Japanerinnen. Zuerst fand ein kleines Quiz statt, dessen Sieger (Meine Gruppe ;) )zuerst das Gericht aussuchen durfte. Wir entschieden uns für Nikujaga. Das ist ein Fleisch/Gemüse Eintopf.
Danach bekam jede Gruppe ein Budget von 1000 Yen (ca. 10 Franken) und wir liefen alle zusammen in den nächsten Lebensmittelladen. Das ganze muss recht unterhaltsam für alle anderen Japaner ausgesehen haben und ich denke die Läute im Laden waren recht verwirrt bei der Anzahl Ausländer xD
Als wir alles zusammen gekauft hatten machten wir uns wieder auf den Rückweg und finden an zu kochen, sobald wir wieder da waren.
Unser Gericht war wirklich super! Es gab noch 3 weitere Gerichte, die gekocht wurden: Hamburger, Gyoza und ein Udon-Gericht, dessen Namen ich vergessen habe ;)
Nachdem alle fertig waren mich kochen, konnte sich jeder noch ein eigenes Sushi magen. Hmm~ war seit langem mal wieder das beste!
Danach lief jeder herum und unterhielt sich mit den anderen und probierte die Rezepte von den anderen.
Malin, Elin und ich lernten ganz zum Schluss noch ein japanisches Kinderspiel, dass man nur mit den Fingern spielt. Es dauerte eine Weile, bis wir das ganze begriffen, dabei war es so einfach. Naja sobald eine Erklärung in Japanisch ist, wird es halt immer noch schwieriger.
Der Tag verging viel zu schnell und ich denke ich habe noch nie so viel Japanisch an einem Tag gesprochen. Das war ein besseres Training, als ich je zu Hause hätte lernen können. Und wir lernten viele neue japanische Leute kennen!

e-communication

Da will man nicht unbedingt arbeiten und schon hat man zwei Nebenjobs.
Kurz nachdem ich angefangen habe für Otaku Mall zu schreiben, habe ich ein Jobangebot bekommen von einem Lehrer aus meiner Schule. Dessen Freund hat eine online Sprachschule und benötigte jemand der Deutsch spricht, um im zu helfen einen Deutschlehrer zu finden. Da das ganze nicht allzu schwierig klang sagte ich zu und konnte mich schon am nächsten Tag vorstellen gehen.
Nach dem zirka 10 Minütigen Gespräch fragte er mich, wann ich dann anfangen wolle. Als ich meinte, dass es mir keine Rolle spielen würde, meinte er ich könne gleich jetzt anfangen. Wir haben einen Vertrag für 8 mal 3 Stunden. 6 davon habe ich nun schon hinter mir und ich muss sagen ich freue mich, wenn ich dann wieder etwas mehr Zeit habe.
Wirklich nach einem Nebenjob werde ich wohl nach dem Sommer Ausschau halten.

16.02.2012 – Polizei

Huh.....Japan findet immer wieder einen Weg, mich aufs neuste zu überraschen.
Ich hatte nun schon Erdbeben und nun auch noch eine Messerstecherei...naja das ist vielleicht etwas übertrieben.
Auf jeden Fall kam ich Heute um 5 Uhr nach Hause und blieb bis kurz vor 8 in meinem Zimmer. Danach ging ich in die Küche, um etwas zu essen. Gerade als ich in der Küche stand, rammte einer der Chinesen die Türe auf, nahm ein riesiges Messer, dass dort lag und rannte wieder aus dem Raum.
Das alleine kam uns schon komisch vor.
Aber nach zirka 2 Minuten kam er zurück, wusch das Messer und seine Hand (an der etwas Blut war.)
Danach verliess er die Küche und ging zurück in sein Raum.
Zu diesem Zeitpunkt, sahen wir wie verschiedene Leute mit ihren Telefonen herum telefonierten und ein Spanier erzählte uns, dass er den Krankenwagen gerufen habe, weil jemand angestochen wurde.
Wir blieben dann mal eine kurze Zeit fassungslos in der Küche stehen, bis wir nachsehen gingen.
Tatsächlich lag etwas weiter vom Eingang entfernt ein Chinese am Boden und mehrere Personen standen um ihn herum.
Etwas überfordert mit der Situation ging ich zurück in die Küche, wo eine Japanerin Polizei und Krankenwagen anrief. Irgendwann suchten einige auch nach einer Decke und einem Tuch, um ihn zu zudecken. Malin und Elin gingen diesem Ruf nach und ich gesellte mich später zu ihnen. Der Chinese sah hauptsächlich müde aus, war aber immer noch wach und ansprechbar.
Nur wenige Minuten traf die Polizei vor Ort ein mit einer Armada an Personell.
Es sah wirklich so aus, als hätte die Polizei nichts besseres zu tun, als zu unserem Haus zu kommen. Es müssen mindestens 20 Polizisten gewesen sein (3 Motorräder und 4 Polizeiautos). Nachdem die Polizei schon etwas am herum schauen war, kam der Krankenwagen. Sie untersuchten den Chinesen kurz und nahmen ihn dann mit. Er war immer noch ansprechbar und reagierte auf alles.
Wir standen dann immer noch etwas hilflos in der Gegend herum (mit allen Nachbarn als Zuschauer), als wir von mehreren Polizisten angesprochen wurden, was wir gesehen haben.
Den Täter führten sie wenig später ab. Anscheinend dachte er wirklich, dass sein Zimmer ihn beschützen könnte?!
Da Malin und ich genau sahen, wie der andere Chinese das Messer nahm und damit davon rannte, bat man uns mit ihnen auf den Polizeiposten zu gehen, um unsere Aussage zu machen. Also wurden wir von einem älteren Polizisten zum Polizeiposten gefahren. Der Arme wusste nicht so recht, was mit uns anzufangen war. Das Gefühl in einem Polizeiwagen zu fahren mit Rotlicht (beinahe leider ohne Sirene) war allerdings recht cool.
Als wir in der Polizeistation ankamen, wurden wir gebeten kurz Platz zu nehmen, bis die 2 Polizisten eintrafen, die sich mit uns unterhalten wollten. Die beiden brachten uns ins obere Stockwerk, wo wir noch einmal warten durften.
Danach wurden wir in einen Raum gebracht, der verdächtig nach Abstellraum aussah xD
Die beiden Polizisten, die uns verhörten waren wirklich sehr freundlich und lustig.
Sie schrieben unser ganzer Statement auf und ergänzten alle anderen Daten.
Ganz zum Schluss mussten wir noch den Typen mit dem Messer identifizieren.
Ein kleines Detail am Rande: Vor zirka einem Monat kam die Polizei zu uns ins Haus, weil jemand Gamecontroler gestohlen hatte. Einer der Polizisten, der damals kam, kam heute wiede rund ich sah ihn etwa 2 mal in der Polizeistation. Er sah mich immer mit einem freundlich/mitleidigem Blick an a la: Was zum Teufel tust du hier!?
Als wir den Typen identifiziert hatten lasen sie uns, unser Statement noch einmal vor und wir mussten es mit unserem Fingerabdruck bestätigen.
Das ganze Gespräch fand übrigens auf Japanisch statt und funktionierte erstaunlich gut. Ich denke nicht nur wir waren erstaunt, dass wir die beiden so gut verstanden xD
Unsere beiden Polizisten sahen übrigens aus, wie aus einer Fernsehserie gerissen.
Meiner war der etwas ältere Polizist (um die 40/45), im Anzug und warscheinlich mit mehr Erfahrung. Dennoch extrem nett und witzelte herum.
Malin's war etwa 10 Jahre jünger, eher locker gekleidet und alberte noch etwas mehr herum xD
Als wir fertig waren mit unserem Statement wurden noch Fotos von uns gemacht....von einem Fotografen in der besten Fotografen-pose überhaupt. Er sah aus, als würde er irgend eine Kapfsportart ausführen xD Zuerst machten sie ein Foto von unserem Gesicht (macht Sinn) und danach von unserem Hinterkopf (macht absolut keinen Sinn!!).
Nach einer kurzen Wartezeit wurden wir von unseren beiden Polizisten in dessen Privatauto nach Hause gefahren.
Die Fahrt war unterhaltsam. Die beiden fragten uns, was wir so über japanische Männer denken und sonst noch mehr unrelevante Dinge.
Als wir in der Küche ankamen war Kono immer noch dort und unterhielt sich mit den anderen in der Küche und mit den Lehrern der Chinesen am Telefon.
Ich selber bin noch etwas aufgekratzt, weswegen ich nun diesen Blogg-Eintrag schnell fertig geschrieben habe xD Aber es geht mir gut und ich mache mir auch keinerlei Sorgen wegen des Ganzen. Es war eigentlich recht interessant zu sehen, wie alles abläuft bei so einer Begebenheit. Und ich weiss jetzt, dass unsere Polizei nicht allzu viel zu tun hat und gleich mit einer Armada aufläuft, wenn dann mal was passiert xD