Bild 1 : Dongdaemun Schuh Market
Bild 2 & 3 Cheonggyecheon
Bild 4 : Unser Shabu-Shabu Abendessen
Eigentlich
gab es nur noch einen Ort, an den wir wirklich noch gehen wollten in
Seoul und das war der Dongdaemun Market.
Wir
setzten uns also am Morgen zuerst mal wieder in ein Cafe und genossen
unsere Frühstück, Zimt-Cappuccino mit Bagel, und planten wie wir
den Tag am besten angehen würden.
Wir
entschlossen uns direkt zum Market zu fahren und von dort, am
Cheonggyecheon entlang wieder zurück zu Myeon-dong zu laufen.
Als
wir in Dongdaemun ankamen schlenderten wir also etwas an den
Markt-ständen entland. Da wir aber beide nicht wirklich gross an
Markt-ständen interessiert waren, gingen wir bereits nach zirka 40 –
50 Minuten zum Cheonggyecheon.
Cheonggyecheon
ist ein Kanal, der durch ein grosses Stück von Seoul hindurch
fliesst. Der Kanal wurde erst vor ein paar Jahren zu einem beliebten
Ort. Zuvor floss er unterirdisch, bis man sich entschloss die Strasse
auf zu brechen und den Kanal zu einer Fussgängerzone zu machen.
Heute ist der Kanal recht beliebt und bietet wirklich einen schönen
Anblick.
Wir
liefen sicher gut 30 Minuten lang an dem Kanal entlang bis wir uns
wieder eine Treppe hoch gingen, um uns zu orientieren wo wir waren.
Praktischerweise waren wir quasi gerade am Eingang zu Myeon-dong, was
uns einiges Suchen ersparte.
Dort
angekommen kauften wir uns (mal wieder) ein paar CD's und setzten uns
in ein Kaffee für ein kleines Mittagessen. Da wir uns am Abend mit
Nayong zum Abendessen trafen, wollten wir nicht gross Essen gehen,
was sich später als gute und weise Entscheidung heraus stellte.
Nayong ist eine Koreanerin, die im letzten Jahr bei uns im Gästehaus
gelebt hatte und die ich gerne wieder treffen wollte.
Wir
liefen noch etwas in Myeon-dong herum, bis wir fanden wir könnten
nun eigentlich nach Hause gehen und dort noch etwas ausruhen, bevor
wir wieder raus gehen. Natürlich gingen wir nicht in Myeon-dong
Station hinein ohne weitere CD's zu kaufen. Ich hatte mittlerweile so
gut wie alle CD's die ich wollte, damit ich noch meinen Koffer packen
konnte.
Als
wir zu Hause waren packten wir beide unsere Koffer und wiegten sie,
damit sie auch ja nicht zu schwer waren. Ich kam zum Schluss, dass
ich am nächsten Tag wirklich nicht mehr viel einkaufen durfte!
Dann
war es eigentlich auch schon Zeit um unser Zimmer zu verlassen und
wir machten uns auf zu unserer Station. Ich hatte Nayong den Wunsch
geäussert, dass wir beide ganz gern mal koreanisches Shabu-Shabu
versuchen wollen. Darauf hin hatte sie ein Restaurant gefunden, dass
ganz in der Nähe von unserer Station war, also mussten wir nicht
einmal gross weit fahren.
Nayong
kam schon bald und hatte sich nicht gross verändert <3 Es war
wirklich toll sie mal wieder zu sehen. Wir machten uns gleich auf zum
Restaurant und bestellten unser Essen. Shabu-Shabu ist eine Art
Eintopf nur viel besser. Zuerst kocht man das Gemüse und dann das
Fleisch. Das Gemüse und Fleisch kann man noch in eine zusätzliche
Sauce tauchen vor dem Essen, aber die Gemüsesuppe selber ist auch
extrem lecker. Sobald es beinahe kein Gemüse oder Fleisch mehr hat
in dem Topf werden Nudeln in die restliche Suppe getan. In der
Zwischenzeit konnte man Kimchi essen oder Chichimi. Chichimi ist eine
Art Omelette mit viel Gemüse und ein paar Squid-Stückchen. In Korea
sagt man : Ein Laden mit gutem Kimchi, muss auch gutes Essen haben.
Das Kimchi in diesem Restaurant war wirklich super lecker, kein
Wunder war es das Essen auch!
Als
wir die Nudeln gegessen hatten, war das Essen aber immer noch nicht
fertig!
Dann
kam noch Reis zu dem ganzen dazu.
Ganz
am Schluss brachte man uns Reis, den sie in dem Topf anbriet.
Anscheinend unterschied sich hier das japanische und das koreanische
Shabu-Shabu, was ich aber nicht einschätzen kann, da ich japanisches
leider noch nie hatte. (Muss ich bei Gelegenheit nachholen!)
Anscheinend ist es in Japan üblich, den Reis in den Überresten der
Suppe zu kochen, was dann ein bisschen zu einem Brei wird. Wir
wollten aber die koreanische Version versuchen also bekamen wir eine
Art Fried-Rice. Das war wirklich super!
Schlussendlich
assen wir für eine gute Stunde non-stop an diesem Menu. Gekostet hat
es uns nur an die 30 Franken. Aber nachdem waren wir noch nicht
fertig mit Essen!
Nayong
fragte uns, ob wir Koreanisches Eis schon versucht hatten. In Japan
gibt es eine ähnliche Art von Eis, nur nicht ganz so cool wie die
koreanische Version. In Japan heisst es Kakigoori und ist eigentlich
nur geschabtes Eis, das Geschmack durch Sirup bekommt. In Korea gibt
es aber noch eine Variante, wo man auf das geschabte Eis, noch
Soft-Eis oben drauf patscht, was das ganze noch viel leckerer macht.
Wir machten uns also auf in ein Cafe, dass dieses Eis anbot. Das Eis
war riesig. Eine Monsterschüssel, die wir uns zu Dritt teilten. Wir
entschieden uns für Orea-Milch Eisglace. Hmm~
Als
wir dies fertig gegessen hatten, erzählten wir Nayong von einem
Essen, das ich und Brook in unseren Gerichten aufgefallen war. Es
nennt sich „Tteokbokki“ (Toppoki ausgesprochen) und ist eine Art
Rice-Cake mit einer lustigen Konsitenz zum kauen. Tteokbokki selber
schmeckt nach nicht viel aber mit der Sauce ist es unglaublich
lecker. Wir hatten schon so viele kleine Strassen-Verkaufsstände
gesehen, die dieses Essen anboten, fragten uns aber ob es unglaublich
scharf wäre. Also fragten wir Nayong. Ihre Reaktion darauf war:
„Lass es uns essen gehen!“
Also
machten wir uns auf zu dem nächst besten kleinen Stand und kauften
uns eine Portion. Es war nicht all zu scharf und gerade perfekt. Ich
freute mich, dass ich in Shin-Okubo das selbe wohl noch einmal finden
kann (habe ich auch! Und es schmeckte wirklich beinahe gleich und war
auch nicht zu scharf!...sorry Brooky!)
So
voll gegessen wie wir in der Zwischenzeit waren machten wir uns
wieder auf den Weg zurück zur Station. Nayong erzählte uns noch von
einer Strasse in der Nähe unserer Station, an der es ganz viele
Kunstbilder an den Wänden geben soll. Sie schickte mir noch eine
Anweisung, wie wir dort hin kamen, damit wir am nächsten Tag dort
hin konnten.
Dann
hiess es auch schon wieder abschied nehmen von Nayong und wir beide
kullerten nach Hause. Glücklich und voll gegessen und traurig, dass
es Morgen schon wieder nach Hause ging.




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