Mittwoch, 2. Mai 2012

06.04.2012 – Dongdaemun / Myeon-Dong / Nayong








Bild 1 : Dongdaemun Schuh Market
Bild 2 & 3 Cheonggyecheon
Bild 4 : Unser Shabu-Shabu Abendessen


Eigentlich gab es nur noch einen Ort, an den wir wirklich noch gehen wollten in Seoul und das war der Dongdaemun Market.
Wir setzten uns also am Morgen zuerst mal wieder in ein Cafe und genossen unsere Frühstück, Zimt-Cappuccino mit Bagel, und planten wie wir den Tag am besten angehen würden.
Wir entschlossen uns direkt zum Market zu fahren und von dort, am Cheonggyecheon entlang wieder zurück zu Myeon-dong zu laufen.
Als wir in Dongdaemun ankamen schlenderten wir also etwas an den Markt-ständen entland. Da wir aber beide nicht wirklich gross an Markt-ständen interessiert waren, gingen wir bereits nach zirka 40 – 50 Minuten zum Cheonggyecheon.
Cheonggyecheon ist ein Kanal, der durch ein grosses Stück von Seoul hindurch fliesst. Der Kanal wurde erst vor ein paar Jahren zu einem beliebten Ort. Zuvor floss er unterirdisch, bis man sich entschloss die Strasse auf zu brechen und den Kanal zu einer Fussgängerzone zu machen. Heute ist der Kanal recht beliebt und bietet wirklich einen schönen Anblick.
Wir liefen sicher gut 30 Minuten lang an dem Kanal entlang bis wir uns wieder eine Treppe hoch gingen, um uns zu orientieren wo wir waren. Praktischerweise waren wir quasi gerade am Eingang zu Myeon-dong, was uns einiges Suchen ersparte.
Dort angekommen kauften wir uns (mal wieder) ein paar CD's und setzten uns in ein Kaffee für ein kleines Mittagessen. Da wir uns am Abend mit Nayong zum Abendessen trafen, wollten wir nicht gross Essen gehen, was sich später als gute und weise Entscheidung heraus stellte. Nayong ist eine Koreanerin, die im letzten Jahr bei uns im Gästehaus gelebt hatte und die ich gerne wieder treffen wollte.
Wir liefen noch etwas in Myeon-dong herum, bis wir fanden wir könnten nun eigentlich nach Hause gehen und dort noch etwas ausruhen, bevor wir wieder raus gehen. Natürlich gingen wir nicht in Myeon-dong Station hinein ohne weitere CD's zu kaufen. Ich hatte mittlerweile so gut wie alle CD's die ich wollte, damit ich noch meinen Koffer packen konnte.
Als wir zu Hause waren packten wir beide unsere Koffer und wiegten sie, damit sie auch ja nicht zu schwer waren. Ich kam zum Schluss, dass ich am nächsten Tag wirklich nicht mehr viel einkaufen durfte!
Dann war es eigentlich auch schon Zeit um unser Zimmer zu verlassen und wir machten uns auf zu unserer Station. Ich hatte Nayong den Wunsch geäussert, dass wir beide ganz gern mal koreanisches Shabu-Shabu versuchen wollen. Darauf hin hatte sie ein Restaurant gefunden, dass ganz in der Nähe von unserer Station war, also mussten wir nicht einmal gross weit fahren.
Nayong kam schon bald und hatte sich nicht gross verändert <3 Es war wirklich toll sie mal wieder zu sehen. Wir machten uns gleich auf zum Restaurant und bestellten unser Essen. Shabu-Shabu ist eine Art Eintopf nur viel besser. Zuerst kocht man das Gemüse und dann das Fleisch. Das Gemüse und Fleisch kann man noch in eine zusätzliche Sauce tauchen vor dem Essen, aber die Gemüsesuppe selber ist auch extrem lecker. Sobald es beinahe kein Gemüse oder Fleisch mehr hat in dem Topf werden Nudeln in die restliche Suppe getan. In der Zwischenzeit konnte man Kimchi essen oder Chichimi. Chichimi ist eine Art Omelette mit viel Gemüse und ein paar Squid-Stückchen. In Korea sagt man : Ein Laden mit gutem Kimchi, muss auch gutes Essen haben. Das Kimchi in diesem Restaurant war wirklich super lecker, kein Wunder war es das Essen auch!
Als wir die Nudeln gegessen hatten, war das Essen aber immer noch nicht fertig!
Dann kam noch Reis zu dem ganzen dazu.
Ganz am Schluss brachte man uns Reis, den sie in dem Topf anbriet. Anscheinend unterschied sich hier das japanische und das koreanische Shabu-Shabu, was ich aber nicht einschätzen kann, da ich japanisches leider noch nie hatte. (Muss ich bei Gelegenheit nachholen!) Anscheinend ist es in Japan üblich, den Reis in den Überresten der Suppe zu kochen, was dann ein bisschen zu einem Brei wird. Wir wollten aber die koreanische Version versuchen also bekamen wir eine Art Fried-Rice. Das war wirklich super!
Schlussendlich assen wir für eine gute Stunde non-stop an diesem Menu. Gekostet hat es uns nur an die 30 Franken. Aber nachdem waren wir noch nicht fertig mit Essen!
Nayong fragte uns, ob wir Koreanisches Eis schon versucht hatten. In Japan gibt es eine ähnliche Art von Eis, nur nicht ganz so cool wie die koreanische Version. In Japan heisst es Kakigoori und ist eigentlich nur geschabtes Eis, das Geschmack durch Sirup bekommt. In Korea gibt es aber noch eine Variante, wo man auf das geschabte Eis, noch Soft-Eis oben drauf patscht, was das ganze noch viel leckerer macht. Wir machten uns also auf in ein Cafe, dass dieses Eis anbot. Das Eis war riesig. Eine Monsterschüssel, die wir uns zu Dritt teilten. Wir entschieden uns für Orea-Milch Eisglace. Hmm~
Als wir dies fertig gegessen hatten, erzählten wir Nayong von einem Essen, das ich und Brook in unseren Gerichten aufgefallen war. Es nennt sich „Tteokbokki“ (Toppoki ausgesprochen) und ist eine Art Rice-Cake mit einer lustigen Konsitenz zum kauen. Tteokbokki selber schmeckt nach nicht viel aber mit der Sauce ist es unglaublich lecker. Wir hatten schon so viele kleine Strassen-Verkaufsstände gesehen, die dieses Essen anboten, fragten uns aber ob es unglaublich scharf wäre. Also fragten wir Nayong. Ihre Reaktion darauf war: „Lass es uns essen gehen!“
Also machten wir uns auf zu dem nächst besten kleinen Stand und kauften uns eine Portion. Es war nicht all zu scharf und gerade perfekt. Ich freute mich, dass ich in Shin-Okubo das selbe wohl noch einmal finden kann (habe ich auch! Und es schmeckte wirklich beinahe gleich und war auch nicht zu scharf!...sorry Brooky!)
So voll gegessen wie wir in der Zwischenzeit waren machten wir uns wieder auf den Weg zurück zur Station. Nayong erzählte uns noch von einer Strasse in der Nähe unserer Station, an der es ganz viele Kunstbilder an den Wänden geben soll. Sie schickte mir noch eine Anweisung, wie wir dort hin kamen, damit wir am nächsten Tag dort hin konnten.
Dann hiess es auch schon wieder abschied nehmen von Nayong und wir beide kullerten nach Hause. Glücklich und voll gegessen und traurig, dass es Morgen schon wieder nach Hause ging.

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