Mittwoch, 11. Januar 2012

08.01.2012 / 09.01.2012 – Abflug und Ankunft


Bild: Wir hatten vom Flugzeug aus eine super Sicht auf Fuji-san

Am 8ten Januar ging endlich mein Flug richtung Japan. Nach Monaten arbeiten und Geld verdienen habe ich nun wieder genügend Geld auf der Seite, um ein Jahr in Japan zu leben. Dieses mal werde ich bis Mitte März alleine im Zimmer wohnen, ausser 2 Wochen, wenn Angela bei mir wohnen wird ;).
Also fuhren wir am 8ten Januar mit einem extrem schweren Koffer nach Zürich.
Das Gepäckstück wog stolze 27 Kilos und war wirklich beinahe nicht mehr zum hoch heben zu gebrauchen. Nach dem Essen hiess es dann bald mal Abschied nehmen mit einem lachendem und einem tränenden Auge.
Der erste Flug von Zürich nach Dubai war recht Ereignislos. Es gab Essen und wir konnten auf unsern mini-Fernseher schauen was wir wollten. Der Flug nach Dubai war wirklich sehr ruhig, obwohl gemeldet war, dass es einige Hürden geben könnte.
Danach kam das 3-Stunden-Warten in Dubai...immer wieder toll, dort wie bestellt und nicht abgeholt herum zu lungern ;) Aber der Flughafen ist wirklich sehr schön und in meinen Augen ist er von Jahr zu Jahr grösser geworden. Also pflanzte ich mir irgendwo in der Nähe meines Gates hin und versuchte meinen Laptop zum laufen zu bringen, was mir dann auch gelang.
In meiner Nähe wimmelte es von Chinesen, da es sich wohl um eine geführte Reisegruppe handelte. Auf ein mal stand einer der Chinesen vor mir und schaute so quasi auf meinen Computer und fing an Chinesisch mit mir zu reden....kein einziges Wort habe ich verstanden und er verstand kein einziges Wort von mir xD. Das letzte, dass er quasi von sich gab waren zwei Daumen nach oben und ein breites Grinsen...ich wüsste echt zu gerne, was der die ganze Zeit über gesagt hat....hätte ja alles sein können xD
Dann wurde es langsam wieder Zeit ins Flugzeug zu steigen und den längeren Teil der Reise anzutreten.
Wir mussten alle in einem Bus raus auf die Gates fahren und mussten über eine Treppe ins Flugzeug einsteigen. Ich denke mehrere Anschlussflüge hatten Verspätung, deswegen dauerte es eine Weile, bis alle Plätze besetzt waren. Auch der Platz neben mir war eine lange Zeit unbesetzt. Schliesslich kam ein ca. 30 jähriger Mann mit seiner Tochter und setzte sich ans Fenster. Ich wollte am Gang sitzen um besser aufstehen zu können.
Während des Fluges kamen wir ins Gespräch und er erzählte mir, dass er aus Marokko sei und gerade von dort komme, aber selber schon 10 Jahre in Japan lebe. Nach dem Aussehen des Mädchens muss die Mutter wohl Japanerin sein, aber danach hab ich dann nicht gefragt ;) Ein ruhigeres Kind hätte ich mir übrigens nicht wünschen können auf diesem Flug. Entweder die kleine schaute Fern oder schlief selig. Dass ihre Füsse dann manchmal bei mir landeten störte da herzlich wenig.
Bevor wir in Narita landeten fragte ich ihn, ob er auch mit dem Zug nach Tokyo fahre und ob ich mich nicht anschliessen könne, da ich selber den Zug noch nie nehmen musste. Also konnte ich mich ganz bequem diesen beiden anschliessen.
Durch die Einwanderungskontrolle kam ich dieses mal zum Glück ohne Probleme und mein Koffer war auch bald gefunden (nur das rote Befestigungsband (mit den weissen Kreuzen), das wir um den Koffer wickelten war nicht mehr vorhanden ;_; Sorry Mama das war ein extrem kurzlebiges Band.
Nach dem man sein Gepäck hat muss man noch durch einen Zoll....was ich irgendwie vergessen hatte und keine Ahnung hatte was ich jetzt tun soll. Also ging Mustafa vor und zeigte seine Unterlagen. Als der zuständige Japaner mich verwirrt drein-blicken sah, fragte er, ob ich zu ihm gehöre und als er ja sagte konnte ich einfach durch spazieren... Scheinbar hat er sogar noch gefragt, ob wir zusammen von Marokko kämen....und auf die Antwort „ja“ hat er nicht nachgefragt...obwohl ich einen Schweizer Pass habe und absolut keinen Eintrag von Marokko...aber was solls ich war extrem schnell durch alle Kontrollen durch und wir konnten zu den Zügen gehen.
Wir nahmen den schnellsten Zug, mit dem man innert 40 Minuten in Ueno, der Mitte von Tokyo ist. Dort verabschiedete ich mich von den beiden und machte mich auf nach Ueno, wo mich ein koreanischer Freund erwartete, um mir mit dem Gepäck zu helfen. Von 30 Kilo erlaubtem Gewicht, hatte ich übrigens 27. Ich machte mir also etwas sorgen beim Treppensteigen, dass Unpyou bald samt Koffer die Treppe runterpurzelt xD
Aber wir schafften es einfach und heil im Hippo House anzukommen. Unsere nächste Aufgabe dort, war er dann mal Kazuya zu finden, der nach ca. 10 Minuten dann glücklicherweise auftauchte und mir meinen Zimmerschlüssel übergeben konnte.
Unser Zimmer hat sich schon ein bisschen verändert. Neues Büchergestell, neuer Kühlschrank, neuer Kleiderständer und eine grössere Box um jegliche Sachen zu verstauen. Zudem hat Kazuya über die Monate fleissig Geschirr zusammen gesammelt, wodurch ich ausser Besteck und Pfanne, wohl nicht mehr viel einkaufen muss.
Nach der kurzen Besichtigung ging ich mit Unpyou in ein Ramen-Restaurant, dass neu am Bahnhof eröffnet hat. Ich hatte Ramen mit etwas Lemonen, was dem ganzen einen völlig neuen Geschmack gab.
Am Abend blieb ich noch längere Zeit unten und schaute Alexandra beim gamen zu, während ich langsam müder wurde. Alexandra ist eine Schwedin aus dem Haus. Ich muss ihren Namen ausschreiben, da wir zusätzlich zu ihr noch Alex haben...wie schön verwirrend. So zirka um 11 Uhr wurde ich dann doch langsam müde und begab mich mal in mein neues/altes Bett.

2 Kommentare:

  1. jä das mit däm Kofferband muess ich zerscht no vertaue....... hets ächt öpperem gfalle.....

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  2. oooh~ die vielen schönen details die ich vermisst habe! :D
    absofort bin ich wieder eine fleissige leserin! (etwas verspätet, aber immerhin! :P)

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