Mittwoch, 25. Januar 2012

~ 25.01.2012



Nun ist schon wieder eine ganze verstrichen. Die Zeit hat wieder angefangen zu fliegen. Jeden Tag Schule von 9 bis 1 und danach den Tag gestalten, nach meinem Geschmack.
Mein Bild von meiner Klasse hat sich in der Zwischenzeit zum Glück verbessert. Alle sind etwas offener geworden und man kann besser mit ihnen reden. Ab heute haben wir noch einen Türken in der Klasse, der verlängerte Ferien in Tokyo macht und dabei noch besser Japanisch lernen will.
Am Freitag ging ich mit Unpyou essen und Angela in dieser Zeit mit einer Kollegin.
Wir gingen in ein koreanisches Restaurant und danach in ein Kaffee. Als ich das Kaffee betrat, bemerkte ich, dass die einte Kellnerin eine ehemalige Schulkollegin ist, die mit mir ins zweite Level ging. Inzwischen ist sie Level 5. Wir bekamen von ihr auf Kosten des Hauses etwas Süsses von ihr. Yay! Der beste Part allerdings war, als sie mich fragte ob Unpyou mein Freund wäre...sein Gesicht vergesse ich nie wieder *lach*
Danach traf ich mich wieder mit Angela und wir gingen nach Ikebukuro und wir gingen in ein Kaufhaus. Als wir auf dem Plan nach schauten, sahen wir, dass im 8ten Stock eine Art Katzenkaffee ist...nur ohne Kaffee...also war es eine Art Katzen-Streichelzoo.
Das war ein Spass! XD Für 600 Yen kann man so lange wie man will bei den Katzen bleiben und mit ihnen spielen und sie streicheln. Einige der Katzen sahen so aus als hätten sie die Schnauzen so sehr satt von all den vielen Leuten und doch gab es einige, die man streicheln konnte. Als ich von dem Katzen-Ort Cesar erzählte, drehte er beinahe durch und wollte unbedingt noch einmal gehen. Deswegen war ich am Montag gleich noch einmal dort *lach* Dieses mal hatte es weniger Leute und wir konnten wirklich mit drei Katzen ganz gut spielen. War wirklich süss...ich hab nun auf meiner Kamera an die 70 Katzen-Fotos.
Am Sonntag gingen wir mit Kazuya nach Akihabara...nur so zum Spass. Wir liefen etwas planlos herum und assen Tempura <3
Wirklich viel mehr Aufregendes ist nicht passiert, ausser man zählt den Schnee mit. Mein Gott waren die Strassen rutschig!

16.01.2012 – Schulbeginn

Nun hat die Schule also wieder begonnen und wird mich wieder etwas auf Trab halten.
Meine Lehrerin heisst Matsumoto Tomoko. Dann habe ich noch eine weitere Lehrerin, die ich erst morgen kennen lernen werde. Wie schon geahnt kenne ich aus meiner klasse keine einzige Person. In meiner Klasse hat es 3 Schweden, 4 Koreaner, einen Kanadier, 1 Spanier (der aber nicht anwesend war xD) und mit mir 2 Schweizer. Wie schon angenommen gibt es 2 Klassen im 3ten Level, wodurch ich diesen Schweizer noch nie zuvor gesehen hatte. Das ganze war etwas seltsam, da sich die Klasse in dieser Konstellation schon kannte, ausser dass ich und der Kanadier neu auch mit dazu gehören...der Kanadier heisst übrigens Gordon und mein erster Eindruck ist nicht gerade positiv von ihm.
Die Grammatik, die wir heute gelernt hatten war zu meiner Freude überraschend einfach. Bringt aber weitere Komplikationen mit sich: Eine neue Form von Verben, die auf keiner Art von Regeln basiert = du musst es dir halt einfach einprägen!
Kanji haben wir nur etwas wiederholt und morgen wird es dann so richtig losgehen. Ich freue mich auf jeden Fall!

Sonntag, 15. Januar 2012

14.01.2012/15.01.2012 – Harajuku & Odaiba & Gyoza-Party



Bild 1 : Unser Gyoza-Haufen <3
Bild 2 : Abrockender Japaner xD

Am Samstag gingen wir gegen Nachmittag nach Harajuku um in den Meiji-Schrein zu gehen und dann in Harajuku's Fashion-Strasse etwas zu shoppen.
Besonders hatten wir es abgesehen auf Schuhe, da Ayus hinüber sind und die ganze Zeit fröhlich vor sich hin klackern, und auf flauschige Jäckchen, damit ich mich im Hippo Haus wieder wie ein flauschiges Bällchen fühlen kann <3
Quasi zum Mittagessen gönnten wir uns einen Crêpe. Harajuku ist irgendwie über die Jahre bekannt geworden für seine vielen Crêpe-Stände. Choco-Cheescace-Crêpe.
Angela hat leider keine Schuhe für sich gefunden, da sie sonst wohl irgend welche Schuhe gekauft hätte mit einem monster-Absatz und da hab ich halt immer dagegen gehalten xD. Dafür hat sie für sich einen Pullover und eine rote Winterjacke gekauft.
Und ich habe für mich ein schwarzes, ultra-flauschiges Jäckchen gekauft. Ich sehe damit aus wie ein Schäfchen. Zum Abendessen kochten wir viel Gemüse, um den Crêpe-Konsum aus zu gleichen.
Am Sonntag gingen wir zusammen mit Kazuya (der sich auch langsam wieder aus dem Haus getraut xD) nach Odaiba. Wir gingen ein bisschen durch die verschiedenen kleinen Läden und schauten uns japanische Süssigkeiten und viele andere Dinge. In einem Kaufhaus assen wir Omreis.
Die Rainbow-Bridge war traurigerweise heute nicht in Regenbogen-Farben erleuchtet gewesen sondern in weiss und rot...hatte ich wohl Glück beim letzten Mal. Dafür kann man nun auf dem Weg nach Odaiba neben dem Tokyo Tower auch noch den Sky Tree sehen. Das riesige, über 600 Meter hohe, Monstrum von einem Gebilde wird noch in diesem Jahr eingeweiht und man kann jetzt schon überall kann man Merchandise dazu kaufen. Zum Beispiel Wasserflaschen in Form vom Sky Tree, Anhänger, Plüschtiere, Süssigkeiten, Stäbchen und noch vieles mehr.
Das Highlight von Odaiba dieses Mal für mich die 4 tanzende Männern, die sich in Rock-Kleider geworfen hatten und auf einem freien Platz zu Musik abtanzten xD
Am Abend gab es im Gästehaus Gyoza-Party! Goki (Ein Chinese der super Japanisch und auch ein bisschen Englisch kann, der im ganzen Haus als „Hentai“ verschrien ist) bereitete alle Zutaten vor und wir halfen alle mit die Gyozas zu füllen...das war ein Spass! XD Cesar, Elin, Malin und ich gaben unser bestes mit den Japanern Schritt zu halten...aber unsere Gyozas sahen so sehr verkrüpelt aus, dass wir regelmässig Lach-Attackenen hatten. Goki stellte auch noch zwei schrecklich demonische Gyozas her, gefüllt mit Wasabi, Chilli und Knoblauch. Wir wussten nicht welche diese beiden sind und assen die ganze Zeit ganz vorsichtig und gespannt...die Gesichter der beiden unglücklichen Jungs waren absolut köstlich xD Zum Essen kamen auch noch ein paar externe Leute, die Shin kennen. So war es mal wieder eine schöne Gelegenheit mit anderen Menschen zu kommunizieren ^_^
Morgen hat das totale Schokoladen-Leben dann mal eine Ende. Die Schule beginnt wieder und ich bin wirklich gespannt auf meine Klasse!

Freitag, 13. Januar 2012

12.01.2012/13.01.2012 – Angela & Orientation-Day

Ich wusste, dass Angela irgendwann am 12ten am Morgen landen würde, also richtete ich meinen Wecker auf 9 Uhr und wartete, bis sie mich kontaktieren würde. Kurz nach 10 Uhr klingelte mein Handy und ich nahm ab: „Hallo?“...Stille...Also fragte ich noch einmal „Hallo??“ Dann kam ein zögerliches „Hallo“ zurück von einem Mann. Ich dachte schon, dass Angela am Zoll aufgehalten wurde, aber der Typ reichte das Telefon dann weiter zu Angela. Anscheinend war ihr Gepäck im falschen Flieger, wodurch ihr Gepäck erst um 2 Uhr am Nachmittag landen würde, also steckte sie bis 2 Uhr dort fest. Zuerst meinten wir, dass sie dafür bis zum Hippo House gebracht werden würde...dem war leider nicht so. Also schrieb sie mir um 3 Uhr, dass sie sich nun auf den Weg machen würde. Ich schrieb ihr welchen Zug sie nehmen soll und, dass sie mir schreiben soll, wenn sie Shinjuku verlässt, damit ich sie abholen kann in Kita-Toda. Als ich nach 2 ½ Stunden immer noch nichts gehört habe, fragte ich wo zum Teufel sie stecken würde.
Noch einmal gut 1 ½ Stunden später, nachdem ich mir langsam Sorgen machte, klopfte es plötzlich an der Türe und sie stand da...Anscheinend hat sie keines meiner SMS bekommen und konnte auch nicht anrufen, also hat sie sich durch ganz Tokyo durch geprügelt und es bis vor meine Zimmertüre geschafft...Respekt!
Vom Rest des Abends blieb dann nicht mehr so viel übrig, also gingen wir nur schnell zum Maruya, um Frühstück zu kaufen, und kauften uns eine Bento-Box.
Am nächsten Tag „durfte“ ich an den Orientation Day der Schule gehen, um mich informieren zu lassen, wie die Schule funktioniert....naja...wirklich viel Neues habe ich ja nicht gerade gelernt, aber es war doch interessant zu sehen, was es alles für neue Schüler geben wird (hauptsächlich Level 1).
Es war wirklich unglaublich süss und nett, als alle Lehrerinnen und Rezeptionistinnen anfingen zu rufen und sich freuten, sobald sie mich sahen. <3
Ebenfalls in meiner Stufe wäre ein Schweizer, aber ich weiss nicht, ob er in meiner Klasse sein wird, da ich mir vorstellen könnte, dass es im 3ten Level genügend Schüler gibt für 3 Morgen-Klassen. Ein Chinese, der mit mir in der Klasse wäre, wechselt wohl noch zur Abendklasse, wodurch ich in meiner Klasse gar niemand kenne...bin ja mal gespannt. Nach der Orientation ging ich mit den beiden schwedischen Schwestern zuerst in den 100 Yen Laden und danach nach Hause.
Wir wurden von Alexandra gefragt, ob wir zusammen mit ihr und Cesar (einer der Schweden aus dem Haus) und Nadja (Holländerin aus Alex's Klasse) in ein Izakaya gehen wollen. Ich, Angela und die zwei Schwestern sagten, wir würden schon mitkommen aber wollen nichts trinken, nur essen.
Als wir dann vor dem Izakaya waren, hätten wir 1200 Yen zahlen müssen, um so viel trinken zu können, wie man will. Das ist ein sehr guter Preis, aber wenn man gar nichts trinken will, sind das 1200 Yen zu viel. Da anscheinend, die ganze Gruppe mitmachen muss, um diesen Preis pro Kopf zu erhalten, sagten wir, wir würden uns lieber aufteilen, also gingen wir zu viert auf die Suche nach Essen.
Wir gingen ein wenig in Shinjuku um her, bis ich fand, dass es im Lumine (Einkaufszentrum) sicherlich eine Etage nur mit Restaurants gibt. Also gingen wir hoch in den 7ten Stock und suchten uns ein Restaurant aus.
Das billigste war ein Ramen-Laden also entschlossen wir uns, dort hin zu gehen.
Da wir zu viert waren, mussten wir eine Weile warten, bis ein Tisch frei wurde für 4 Personen. Warten machte uns aber nicht sonderlich viel aus und wir bekamen für unsere Geduld dann auch noch ein Extra-Ei in unsere Suppe.
Als sie uns die Suppe brachte sagte sie :“ Habt Spass beim Deckel anheben“. Wir dachten uns nur, was kann schon so toll daran sein, den Deckel einer Suppe anzuheben. Wir irrten uns ein bisschen. Was wir alle irgendwie verschlafen hatten uns zu achten war, dass es kein normales Ramen war. Es war Ramen mit Rauch-Geschmack...und genau das war es. Als wir den Deckel anhoben kam eine grosse Rauchwolke zum Vorschein.
Das ganze Ramen hatte dadurch einen rauchigen Geschmack und war sehr lecker.
Danach kullterten wir uns nach Hause und hingen den Rest des Abends im Zimmer herum.

Mittwoch, 11. Januar 2012

11.01.2012


Bild: Unser Zimmer mit unseren neuen Möbeln

Eigentlich wollte ich ja heute um 9 Uhr aufstehen...leider wurde es irgendwie plötzlich 11:30. Ich glaube dieses mal habe ich wirklich einen leichten Jetlag. Um 3 Uhr Morgens (nach 2 Stunden Schlaf) war ich hellwach und schlief erst gegen halb 7 wieder ein.
Kaum war ich etwas Brot am essen kam Alexandra vorbei und fragte, ob ich zusammen mit ihr und 2 weiteren Schweden Mittag essen will. Gerne willigte ich ein. Eigentlich wollten wir in ein Restaurant am Bahnhof, aber da dies zu voll war, machten wir uns auf in den ION. Dort hatte ich Tantanmen. Ramen mit einer speziellen Suppe. Auf dem Weg zum ION traffen wir noch auf Christopher, der sich uns dann anschloss.
Nach dem Essen räumte ich mein Zimmer noch fertig auf, damit dann genug Platz ist, für Angelas Koffer, die schon Morgen ankommen wird. Danach kaufte ich mir Frühlingsrollen im Maruya und ass was kleines zu Abend. Irgendwie waren plötzlich so viele Schweden in der Küche, dass wir mindestens für 2 Stunden dort sassen und quatschen xD Einer der Schweden gab Kazuya Lakrize zu essen...aber keine normale. Netterweise durfte ich auch probieren....Die Lakrize war Innen wie gefüllt mit einer Art Brausemasse, die zugleich etwas schwarf war.....alles in allem richtig hässlich! XD
Irgendwann gegen 9 gingen dann doch mal alle in ihre Zimmer und gingen ihrer eigenen Beschäftigungen nach. Womit ich mich endlich ans Blog schreiben machte ;)

10.01.2012

Zum Glück sagte ich am Abend zuvor, dass Kazuya an meine Zimmertüre klopfen soll, sollte er mich bis um 10 Uhr nicht sehen...also raffte ich mich erst um 10:30 aus dem Bett. Ich wollte die Ankunft von 2 weiteren Schwedinnen begutachten xD. Zudem musste ich auf Kono warten, um den ganzen Mietvertrag auszufüllen und meinen Fingerabdruck registrieren. Während dem warten kam ein anderer Schwede vorbei (Christopher) und fragte, wie man am besten zum Ward Office kommt, um die Alien Registration Card zu beantragen. Da ich meine ja sowieso auch so bald wie möglich machen sollte/wollte, bin ich gleich mitgegangen und haben dieses Thema schon einmal abgehackt, bis wir sie in zwei Wochen abholen können.
Die beiden Schwedinnen sind Geschwister und wohnen jetzt direkt neben mir.
Insgesammt gibt es nun 11 Schweden im Haus: Alex und Alex, Linus (Typ mit Igelhaaren, den ich etwas seltsam finde xD), Christopher, die beiden Schwestern, Angelika, Johanna, und noch zwei weitere Schweden, deren Name ich gerade vergessen habe....mal schauen, ob ich bis Ende Jahr nicht doch schon einige Wörtchen Schwedisch verstehen werde.
Der ganze Tag war eigentlich herumgegammel und Zimmer aufräumen und quatschen... wenn man mit so vielen Leuten Englisch sprechen kann, vergisst man wirklich oft die Zeit.

08.01.2012 / 09.01.2012 – Abflug und Ankunft


Bild: Wir hatten vom Flugzeug aus eine super Sicht auf Fuji-san

Am 8ten Januar ging endlich mein Flug richtung Japan. Nach Monaten arbeiten und Geld verdienen habe ich nun wieder genügend Geld auf der Seite, um ein Jahr in Japan zu leben. Dieses mal werde ich bis Mitte März alleine im Zimmer wohnen, ausser 2 Wochen, wenn Angela bei mir wohnen wird ;).
Also fuhren wir am 8ten Januar mit einem extrem schweren Koffer nach Zürich.
Das Gepäckstück wog stolze 27 Kilos und war wirklich beinahe nicht mehr zum hoch heben zu gebrauchen. Nach dem Essen hiess es dann bald mal Abschied nehmen mit einem lachendem und einem tränenden Auge.
Der erste Flug von Zürich nach Dubai war recht Ereignislos. Es gab Essen und wir konnten auf unsern mini-Fernseher schauen was wir wollten. Der Flug nach Dubai war wirklich sehr ruhig, obwohl gemeldet war, dass es einige Hürden geben könnte.
Danach kam das 3-Stunden-Warten in Dubai...immer wieder toll, dort wie bestellt und nicht abgeholt herum zu lungern ;) Aber der Flughafen ist wirklich sehr schön und in meinen Augen ist er von Jahr zu Jahr grösser geworden. Also pflanzte ich mir irgendwo in der Nähe meines Gates hin und versuchte meinen Laptop zum laufen zu bringen, was mir dann auch gelang.
In meiner Nähe wimmelte es von Chinesen, da es sich wohl um eine geführte Reisegruppe handelte. Auf ein mal stand einer der Chinesen vor mir und schaute so quasi auf meinen Computer und fing an Chinesisch mit mir zu reden....kein einziges Wort habe ich verstanden und er verstand kein einziges Wort von mir xD. Das letzte, dass er quasi von sich gab waren zwei Daumen nach oben und ein breites Grinsen...ich wüsste echt zu gerne, was der die ganze Zeit über gesagt hat....hätte ja alles sein können xD
Dann wurde es langsam wieder Zeit ins Flugzeug zu steigen und den längeren Teil der Reise anzutreten.
Wir mussten alle in einem Bus raus auf die Gates fahren und mussten über eine Treppe ins Flugzeug einsteigen. Ich denke mehrere Anschlussflüge hatten Verspätung, deswegen dauerte es eine Weile, bis alle Plätze besetzt waren. Auch der Platz neben mir war eine lange Zeit unbesetzt. Schliesslich kam ein ca. 30 jähriger Mann mit seiner Tochter und setzte sich ans Fenster. Ich wollte am Gang sitzen um besser aufstehen zu können.
Während des Fluges kamen wir ins Gespräch und er erzählte mir, dass er aus Marokko sei und gerade von dort komme, aber selber schon 10 Jahre in Japan lebe. Nach dem Aussehen des Mädchens muss die Mutter wohl Japanerin sein, aber danach hab ich dann nicht gefragt ;) Ein ruhigeres Kind hätte ich mir übrigens nicht wünschen können auf diesem Flug. Entweder die kleine schaute Fern oder schlief selig. Dass ihre Füsse dann manchmal bei mir landeten störte da herzlich wenig.
Bevor wir in Narita landeten fragte ich ihn, ob er auch mit dem Zug nach Tokyo fahre und ob ich mich nicht anschliessen könne, da ich selber den Zug noch nie nehmen musste. Also konnte ich mich ganz bequem diesen beiden anschliessen.
Durch die Einwanderungskontrolle kam ich dieses mal zum Glück ohne Probleme und mein Koffer war auch bald gefunden (nur das rote Befestigungsband (mit den weissen Kreuzen), das wir um den Koffer wickelten war nicht mehr vorhanden ;_; Sorry Mama das war ein extrem kurzlebiges Band.
Nach dem man sein Gepäck hat muss man noch durch einen Zoll....was ich irgendwie vergessen hatte und keine Ahnung hatte was ich jetzt tun soll. Also ging Mustafa vor und zeigte seine Unterlagen. Als der zuständige Japaner mich verwirrt drein-blicken sah, fragte er, ob ich zu ihm gehöre und als er ja sagte konnte ich einfach durch spazieren... Scheinbar hat er sogar noch gefragt, ob wir zusammen von Marokko kämen....und auf die Antwort „ja“ hat er nicht nachgefragt...obwohl ich einen Schweizer Pass habe und absolut keinen Eintrag von Marokko...aber was solls ich war extrem schnell durch alle Kontrollen durch und wir konnten zu den Zügen gehen.
Wir nahmen den schnellsten Zug, mit dem man innert 40 Minuten in Ueno, der Mitte von Tokyo ist. Dort verabschiedete ich mich von den beiden und machte mich auf nach Ueno, wo mich ein koreanischer Freund erwartete, um mir mit dem Gepäck zu helfen. Von 30 Kilo erlaubtem Gewicht, hatte ich übrigens 27. Ich machte mir also etwas sorgen beim Treppensteigen, dass Unpyou bald samt Koffer die Treppe runterpurzelt xD
Aber wir schafften es einfach und heil im Hippo House anzukommen. Unsere nächste Aufgabe dort, war er dann mal Kazuya zu finden, der nach ca. 10 Minuten dann glücklicherweise auftauchte und mir meinen Zimmerschlüssel übergeben konnte.
Unser Zimmer hat sich schon ein bisschen verändert. Neues Büchergestell, neuer Kühlschrank, neuer Kleiderständer und eine grössere Box um jegliche Sachen zu verstauen. Zudem hat Kazuya über die Monate fleissig Geschirr zusammen gesammelt, wodurch ich ausser Besteck und Pfanne, wohl nicht mehr viel einkaufen muss.
Nach der kurzen Besichtigung ging ich mit Unpyou in ein Ramen-Restaurant, dass neu am Bahnhof eröffnet hat. Ich hatte Ramen mit etwas Lemonen, was dem ganzen einen völlig neuen Geschmack gab.
Am Abend blieb ich noch längere Zeit unten und schaute Alexandra beim gamen zu, während ich langsam müder wurde. Alexandra ist eine Schwedin aus dem Haus. Ich muss ihren Namen ausschreiben, da wir zusätzlich zu ihr noch Alex haben...wie schön verwirrend. So zirka um 11 Uhr wurde ich dann doch langsam müde und begab mich mal in mein neues/altes Bett.